Abstract
Die Forschung zu Videospielen ist seit Jahren von widersprüchlichen Ergebnissen geprägt. Während manche Studien Gaming mit schlechteren schulischen Leistungen, Schlafproblemen oder psychosozialen Belastungen in Verbindung bringen, berichten andere über positive Effekte auf Aufmerksamkeit, räumliches Denken oder Problemlösungsfähigkeiten.
Die neue Studie führt einen Teil dieser Widersprüche auf methodische Probleme zurück: In vielen früheren Arbeiten wurde intensives Spielen mit einer tatsächlichen Gaming-Störung gleichgesetzt. Forschende des Fachbereichs für Psychologische Methodenlehre an der KL Krems untersuchten deshalb beide Faktoren gleichzeitig und kombinierten dies mit validierten kognitiven und motorischen Tests, anstatt sich ausschließlich auf kurze Selbstauskünfte der Teilnehmenden zu verlassen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass intensives Spielen nicht automatisch mit kognitivem Risiko einhergeht. Die Stichprobe umfasste 3.854 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 Jahren.
Eine deutsche Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich auf der Website der Karl Landsteiner Privatuniversität.
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