TheorieForschung

Die MitarbeiterInnen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

  • Umfang: 20 Seiten
  • Autoren*innen: Thole, Werner; Pothmann, Jens
  • Erschienen in: Deinet, Sturzenhecker (Hg.) 2013 – Handbuch offene Kinder- und Jugendarbeit, S. 559–579
  • Springer VS, Wiesbaden, 2013
Dieser Beitrag ist kostenpflichtig beim Verlag erhältlich.

Abstract

Werner Thole und Jens Pothmann betrachten elementare Themen der ehren-, neben- und hautamtlich Tätigen in der OKJA und teilweise in der Kinder- und Jugendarbeit allgemein: Hierzu gehören die Tätigkeits- und Beschäftigungsstrukturen mit relevanten Statistikdaten im geschichtlichen Vergleich, Berufsgruppen und Qualifizierung. Diskutiert wird, inwieweit die Verberuflichung der Kinder- und Jugendarbeit und der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Akademisierungsprozess zu einer Professionalisierung führte. Überlegungen der zur Bewältigung des beruflichen Alltags erforderlichen fachlichen Handlungskompetenzen und Wissensressourcen schließen den Beitrag mit einem Blick auf die aktuelle und zukünftige Bedeutung von (Weiter)Bildung und Personalentwicklung in der OKJA ab.
Die Personalstruktur der OKJA hat sich in den letzten Jahrzehten immens verändert, es fand ein bachtlicher Professionalisierungsschub statt. Ab den 2000er-Jahren ist allerdings die quantitative Modernisierung ins Stocken geraten und es werden Prozesse der Deregulierung, der Aufweichung und Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen beobachtet. „Inwiefern sich diese veränderten, nicht selten prekären Beschäftigungsbedingungen negativ auf die Qualität der pädagogischen Arbeit mit den jungen Menschen auswirken werden, ist derzeit empirisch noch weitgehend ungeklärt. Zumindest ist dies aber zu befürchten.“ (S.567) Bezüglich Erfahrung, Können und Wissen stellen die Autoren wenig Affinität der Professionellen zu fachlichen Wissensressourcen fest: “Die verfügbaren fachlichen Wissens- und sozialen Erfahrungsressourcen sind in den Deutungen der Handelnden vorrangig in lebensweltlichen, biografisch angehäuften und alltagspraktischen Kompetenzen gelagert.“ (S.571) Professionelles Wissen und Können von Fachkräften ist noch wenig erforscht. Die Autoren füren die drei konstitutiven Handlungsregeln der OKJA auf (siehe hierzu: Cloos, P., Köngeter, S., Müller, B., & Thole, W. (2009): Die Pädagogik der Kinder- und Jugendarbeit) und entwerfen weiterführend einen umfassenden Katalog an essentiellen Wissensbeständen und praktischen Handlungsfähigkeiten, über welche Fachkräfte verfügen sollten und dementsprechend ausbildungsrelvant sind (siehe hierzu auch: Thole, Werner: Kinder- und Jugendarbeit. Eine Einführung, Weinheim 2000). Mögliche zukunftsrelevante Aspekte von Aus- und Fortbildung, professionellen Ressourcen und Personalentwicklung schließen den Beitrag ab.

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