Theorie

Warum Konzeptentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit?

  • Umfang: 16 Seiten
  • Autoren*innen: Breede, Christina; Spiegel, Hiltrud von; Sturzenhecker, Benedikt
  • Erschienen in: Sturzenhecker, Deinet (Hg.) 2009 – Konzeptentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit. Reflexionen und Arbeitshilfen für die Praxis, S. 34–50
  • Beltz Juventa, Weinheim, 2009, 2. Auflage
Der Sammelband ist inklusive dem Beitag kostenpflichtig beim Verlag erhältlich.

Abstract

In dem Beitrag wird die Bedeutung von Konzeptentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit anhand unterschiedlicher Argumente dargelegt:

  • Konzeptentwicklung ist ein wichtiges Instrument zur Entwicklung, Begründung und Evalation von Qualität im Arbeitsfeld. Die konzeptionelle Klärung der Zielgruppen, Bedarfe, Ziele und Arbeitsweisen von Einrichtungen und Organisationen ist eine wichtige Vroaussetzung der kompetenten Teilnahme an kommunalen oder überregionalen Qualitätsdialogen.
  • Kinder- und Jugendarbeit ist mit vielen Aufträgen und unterschiedlichen Erwartungen in gesetzlicher, politischer und gesellschaftlicher Hinsicht konfrontiert. Mit Konzeptentwicklung wird eine Auftragsklärung angestrebt und mit den Auftraggeber*innen ein realisierbarer Auftragsmix konkretisiert.
  • Konzeptentwicklung eröffnet, richtig angewendet, Partizipationsmöglichkeiten und entspricht somit dem in §11 SGB VIII benannten Auftrag der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Ausrichtung der Angebote der Kinder- und Jugendarbeit.
  • Konzeptentwicklung schafft Transparenz und Legitimität. Jugendarbeit ist inhaltlich begründet und notwendigerweise diffus, durch Konzepte wird ihre Arbeitsweise auch extern darstellbar und nachvollziehbar.
  • Konzeptentwicklung schafft Zielbezug. Unterschiedliche Erwartungen und die Diffusität des Arbeitsfeldes führen zu einem Klärungsbedarf bezüglich Zielsetzungen innerhalb Teams, mit Träger*in, Geld- oder Auftraggeber*in.
  • Durch Bedarfsorientierung in der Konzeptentwicklung wird eine Angemessenheit der Angebote entwickelt.
  • Konzeptentwicklung klärt Prioritäten und vermeidet Überforderung.
  • Konzeptentwicklung stärkt Teamentwicklung und Teamidentität. Konzeptionen eröffnen neue Möglichkeiten der fachlichen Identitäts- und strukturellen Gemeinschaftsbildung eines Teams oder einer Gruppe von Fachkräften. „Konzeptionsentwicklung ist ein Beitrag zur Stärkung des einzelnen Teammitgliedes und zugleich Chance der Teamentwicklung.“ (S.45)
  • Konzeptentwicklung ermöglicht Professionalität. Fachkräfte erhalten die Gelegenheit, „ihre individuellen Erfahrungen in den Auseinandersetzungen um die Konzeptionsentwicklung mit disziplinärem Fachwissen anzureichern udn zu reflektieren.“ (S.47)
  • Konzeptionen ermöglichen Evaluation und Revision. Ziele und Qualitätskriterien sind Maßstäbe zur begründeten Untersuchung und Evaluation der Arbeit, vorgeschaltet bilden Konzeptionen hierfür den Rahmen.
  • Konzeptentwicklung eröffnet Innovation statt Resignation!

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