TheorieForschung

Qualifikationsprofil Jugendarbeit

  • Umfang: 13 Seiten
  • Autoren*innen: Riechert, Theresa; Jung, Micha; Nick, Peter
  • Herausgeber*in: Forschungsprojekt „Jugendarbeit mit Perspektive (JumP)“ , Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten
  • Hochschulschrift
  • Hochschule Kempten 2018

Abstract

Die Jugendarbeit ist ein hochkomplexes und sehr vielfältiges Arbeitsfeld. Kompetenzorientierung wird in der vorliegenden Arbeit als Potential verstanden. Das Qualifikationsprofil Jugendarbeit orientiert sich an den Beschreibungen des „Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (DQR)“ und knüpft an den „Hochschulischen Qualifikationsrahmen (HQR)“ und den „Qualifikationsrahmen Sozialer Arbeit (QR SozArb)“ an. Es möchte zu mehr Durchlässigkeit zwischen (hoch-)schulischer und beruflicher Bildung und mehr Transparenz und Anerkennung von non-formal und informell erworbenen Kompetenzen beitragen.
Es gliedert in vier Kompetenzbereiche: Wissenschaftliche und theoretische Fundierung, Handlungskompetenzen, professionelles Selbstverständnis und personale Kompetenzen. Diese Bereiche sind wiederum in unterschiedliche Dimensionen unterteilt, welche ebenso wie die zugrundeliegenden Besonderheiten des Arbeitsfeldes und seiner Arbeitsprinzipien im beiliegenden Dokument ausgeführt sind. Die Beschreibungen der Kompetenzen bewegen sich auf Niveau sechs des Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (DQR) und somit auf der Ebene, die einem Bachelor-Abschluss entspricht. Dies ist begründet durch die Komplexität des Arbeitsfeldes und die hohen Ansprüche, die an hauptberufliche Fachkräfte in der Jugendarbeit gestellt werden.
Das Qualifikationsprofil Jugendarbeit soll Anlass sein, den weitergehenden Austausch und Diskurs zu suchen. Professionalität und fachlich-qualifiziertes Handeln bleiben eine stetige Herausforderung und ein nicht abschließbares Projekt. Insofern wird das Qualifikationsprofil dementsprechend als prozesshaft und letztendlich unabgeschlossen angesehen.
Der Erarbeitungsprozess basiert auf einer breiten empirischen Basis aufgrund von Interviews mit Vertreter*innen verschiedener Tätigkeitsbereiche der Jugendarbeit in Bayern und einem fortlaufenden Austauschprozess mit weiteren Akteur*innen von Jugendarbeit aus den Bereichen Wissenschaft, Theorie, Lehre, Praxis und Politik.
Ausführungen zum Qualifikationsprofil und dessen Entstehung finden sich in zwei Beiträgen in der Zeitschrift deutsche jugend, Heft 4/2020.

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