Theorie-Praxis-Paket

Partizipation und Demokratiebildung

Moritz Schwerthelm, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Sozialpädagogik der Fakultät für Erziehungswissenschaft an der Uni Hamburg. Er ist Jugendarbeitsforscher und beschäftigt sich mit gesellschaftlich-demokratischem Engagement und demokratischer Partizipation junger Menschen insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit.
Zusammengestellt von Moritz Schwerthelm, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Sozialpädagogik der Fakultät für Erziehungswissenschaft an der Uni Hamburg. Er ist Jugendarbeitsforscher und beschäftigt sich mit gesellschaftlich-demokratischem Engagement und demokratischer Partizipation junger Menschen insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit.

Schon in der Nachkriegszeit wurde der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (vor allem durch die Befreiungsmächte) ein Auftrag zur Demokratiebildung zugesprochen. Dieser politische Auftrag hat sich in den folgenden Jahrzenten unter Bezugnahme anderer Konzepte, wie der emanzipatorischen und der bildungsorientierten Jugendarbeit, mehr und mehr zu einem eigenständigen und später zu einem zentralen Handlungskonzept der Offenen Kinder- und Jugendarbeit entwickelt. Das Konzept geht davon aus, dass Menschen nur dann Demokrat*innen werden können, wenn sie die Möglichkeit bekommen, demokratisches Handeln auszuüben. Insofern sind demokratische Partizipation und Demokratiebildung in der Jugendarbeit untrennbar miteinander verbunden. Und darum müssten sich gesellschaftliche (also auch pädagogische) Organisationen demokratisch strukturieren. Im Folgenden finden Sie theoretische und praxisorientierte Beiträge sowie Forschungsergebnisse und Videos zu diesem Thema.

Theorie

Theoretisch wurde das Konzept der Demokratiebildung vor allem von Benedikt Sturzenhecker, Universität Hamburg, entwickelt. In seinem Beitrag anbei entfaltet er die theoretischen und konzeptionellen Grundlagen des Ansatzes.

Zum Zusammenhang von Partizipation und sozialräumlicher Jugendarbeit finden Sie anbei einen Beitrag von Teresa Bauer.

Der dritte Beitrag nimmt aktuelle Ergebnisse der Jugendforschung zur Partizipation von Jugendlichen in den Blick und begründet, warum es einer Förderung demokratischer Partizipation von Jugendlichen durch die Offene Kinder- und Jugendarbeit bedarf und dass diese in besonderem Maße dazu geeignet ist, Partizipationsversuche Jugendlicher zu unterstützen.

Praxis

Einen praxisorientierteren Blick werfen die Autoren Sturzenhecker und Schwerthelm im folgenden Beitrag auf die Partizipation und Demokratiebildung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Dabei benennen sie Potenziale und Herausforderungen, schlagen aber auch konkrete Handlungsanleitungen vor.

Und noch konkretere Vorschläge mit Übungen und Methoden zur Förderung gesellschaftlich-demokratischen Engagements und Partizipation junger Menschen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Kommune liefern die drei Bände zum sogenannten GEBe-Ansatz.

Eine hilfreiche Handreichung zu Partizipation und Konzeptentwicklung hat die Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit (bOJA) herausgegeben.

Eine weitere umfassende Handreichung, entstanden in Luxemburg, jedoch ohne Weiteres übertragbar in Handlungskontexte anderer Länder, bietet praxisnahe konzeptionelle Grundlagen, methodische Anleitungen und Qualitätsstandards zur Partizipation in der Offenen Jugendarbeit.

Forschung

Empirische Forschung zur Demokratiebildung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ist noch recht selten. Im Beitrag „Demokratie ist machbar - gerade in der Kinder- und Jugendarbeit" finden Sie eine Sekundäranalyse zu dem Thema.

Mit einem anderen Verständnis von politischer und demokratischer Bildung liefert der Artikel von Oliver Honer un Kurt Möller empirische Ergebnisse zur demokratischen Bildung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Zu empirischen Erkenntnissen einer subjektbiografischen Perspektive auf Partizipation in der OKJA finden Sie hier einen Beitrag von Larissa von Schwanenflügel.